Schrobenhausener Spargel

Eine bayerische Spezialität

Schrobenhausener Anbaugebiet

Das Schrobenhausener Anbaugebiet , im Städtedreieck München – Augsburg –Ingolstadt gelegen verdankt der Schrobenhausener Spargel seine Eigenschaften den speziellen Böden, die zum charakteristischen Geschmack und zur Zartheit der Spargelstangen führen. Es sind die Flugsandböden mit einen gewissen Anteil an Schluff- und Lehm. Im Gegensatz zu schweren Böden erwärmen sich diese im Frühjahr sehr schnell, sind leicht zu bearbeiten und erlauben den Spargelstangen ein zügiges, gerade ausgerichtetes Wachstum.

 

Nicht umsonst wirbt die Schutzgemeinschaft Schrobenhausener Spargel mit den Slogans „ Auf die Herkunft kommt es an“ bzw. „Ein Geschenk der Natur“.

 


Die besonderen Bodenbedingungen für den Spargelanbau war ein wichtiger Grund, warum der Spargelerzeugerverband Südbayern e.V. den europäischen Schutz für die Bezeichnung "Schrobenhausener Spargel" als geschützte geographische Angabe beantragt und diesen Schutz Anfang Oktober 2010 erhalten hat.

 

Verbunden mit der Anerkennung werden vom Spargelerzeuger Mindeststandards bezüglich guter fachlicher Praxis, Qualität, Frische und Hygiene gefordert. Dies wird dokumentiert (Eigenkontrolle) und durch eine dafür anerkannte zertifizierte Kontrollstelle (Fremdkontrolle) überprüft.

 

Im Vergleich mit anderen geschützten Produkten wie „Abensberger Spargel g.g.A.“ oder „Spargel aus Franken g.g.A.“ hat die Schutzgemeinschaft Schrobenhausener Spargel g.gA. die strengsten Auflagen hinsichtlich Qualität sich auferlegt. So wurde u.a. das Anbaugebiet nach geologischen Gegebenheiten abgegrenzt und innerhalb dieses Gebietes darf nur auf begrenzten Bodenarten Spargel kultiviert werden. Dies sind leichte sandige, tiefgründige Böden mit hoher Luftdurchlässigkeit. Mitbewerber am Markt nehmen hinsichtlich Standortbedingungen keine Einschränkungen auf sich. So wird Schrobenhausener Spargel g.g.A. gemäß dem UNECE-Standard aufbereitet. Neben qualitätserhaltenden Maßnahmen, wie Schockkühlung und sachgerechte Kurzzeitlagerung, darf z.B. die Spargelstange (Bleichspargel) nicht länger als 22 cm sein. Mittbewerber am Markt können aufgrund der allgemeinen Vermarktungsordnung den Spargel mit 24cm und länger anbieten. Da die Spargelstange zur Schnittstelle hin immer holziger wird, verzichten die Spargelerzeuger von Schrobenhausener Spargel g.g.A. zugunsten der Qualität auf zusätzlichen Ertrag.


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